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SG 38

Der im Jahre 1938 in Deutschland als Weiterentwicklung des berühmten „Schädelspalters“ Grunau 9 konzipierte Schulgleiter wurde in den 40er-Jahren zum beliebtesten Fluggerät in der Alleinflugzeugausbildung. Seine aus Eschenholz gefertigte Kufe ist über zwei Stoßdämpfer mit dem Rumpf verbunden und federt damit auch härtere Landungen ab, womit er sich besonders für die Anfängerschulung eignete. Industriell wurden etwa 8750 Exemplare des SG 38 gefertigt, bis 1960 war er das Standard-Schulflugzeug in der DDR. Nach dem Zweiten Weltkrieg produzierten die beiden britischen Flugzeughersteller Slingsby und Elliots of Newbury leicht modifizierte SG 38 unter anderen Namen. 

Der auf der AIRPOWER11 gezeigte SG 38 D-8985 von Mario Selss wurde 1943 gebaut. Neben dem für die Anfängerschulung konzipierten Gummiseilstart ist dieser Schulgleiter auch für Windenschlepp, Flugzeugschlepp und Autoschlepp zugelassen. Er erreichte bei seiner Leistungsvermessung 2009 einen Gleitwert von 8,3 bei 58 km/h und ist einer von zehn SG 38 weltweit, die noch flugfähig und zugelassen sind.

Hersteller 1938-1945: Nationalsozialistisches Fliegerkorps, danach bis 1956: u.a. VEB Waggonbau Gotha
Leergewicht 126 kg
Spannweite 10,40 m
Flügelfläche 16 m2
Länge 6,3 m
Höhe 2,4 m
Maximale Geschwindigkeit 115 km/h
Maximale Geschwindigkeit im Flugzeugschlepp 80 km/h
Höchstzulässiges Fluggewicht 212 kg
Homepage www.oldtimersegelflug-marioselss.de
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