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02.07.2011

„Wenn 100.000 Fans die Welle machen, ist das die schönste Belohnung“


Major Dieter Springer, Eurofighter-Pilot und Deputy Display Direktor der AIRPOWER11, ist so etwas wie ein Chefdramaturg von Österreichs Airshow: Gemeinsam mit seinem Team sorgt er für das vielfältige Programm, das alle Geschmäcker begeistert. Im Interview erzählt er, warum die AIRPOWER11 für ihn weit mehr als ein Job ist.

Major Springer, was ist die Aufgabe eines Deputy Display Direktors?

Ich bin mitverantwortlich für das Flugprogramm, die Koordination des Ablaufs, die Sicherheit der Veranstaltung. Wir haben versucht, einen Querschnitt durch die ganze Welt der Fliegerei zu bieten. Das ist uns, denke ich, sehr gut gelungen. Der hervorragende Ruf, den die AIRPOWER inzwischen genießt, ist dabei natürlich sehr hilfreich: Wir mussten sogar Anfragen von Teilnehmern ablehnen, weil nicht genug Zeit und Platz für alle ist.

Über welche Gäste freuen sie sich besonders?

Über mehr, als ich aufzählen kann. Mein eigenes Fliegerherz schlägt höher, wenn ich die Messerschmitt ME 109 oder 262 sehe, wenn ich die Emotion spüre, mit der die Flotte der Flying Bulls geführt wird, wenn die Kampfjets starten oder die Kunstflugformationen ihre Show zeigen.

Wann wissen Sie, dass sie ihren Job gut gemacht haben?

Wenn 100.000 Fans die Welle machen, ist das die schönste Belohnung für uns. Mir als Eurofighter-Pilot liegt natürlich besonders am Herzen, dass die Leute einen realistischen Eindruck von der Arbeit der österreichischen Luftstreitkräfte bekommen. Besonders um den Eurofighter ranken sich ja viele falsche Vorurteile – zum Beispiel, dass er für unser kleines Land zu schnell und zu leistungsfähig ist. Wer einmal live gesehen hat, dass der Eurofighter bei 1000 km/h einen Kurvenradius von 500 Meter fliegen kann, denkt danach anders darüber.