© Österreichisches Bundesheer
AUFGABEN IM AUSLAND
Wo immer österreichische Soldaten im Krisenmanagement im Einsatz stehen, werden sie, wenn nötig, von den Luftstreitkräften unterstützt. Die hochspezialisierten Profis des Bundesheeres sind dieser Aufgabe zuletzt im Kosovo, im Tschad und in Libyen nachgekommen. Dabei transportierten die Fliegerkräfte des Bundesheeres Personal, Material und Ausrüstung über weite Strecken oder an entlegene Orte. Aufklärungs- und Verbindungsflüge gehören ebenso zu den Aufgaben der Luftunterstützung wie auch die Evakuierung von Österreichern aus Krisengebieten.
Militärische Einsätze: transportieren, aufklären, evakuieren
Für die österreichischen Soldaten im Tschad waren die "Hercules"-Transporter die Nabelschnur in die Heimat. Eine recht leistungsfähige Nabelschnur. Fast 20 t beträgt die maximale Nutzlast der “Hercules”. Die 4.000 km entfernte Truppe wurde dabei mit allem Nötigen – von der Mineralwasserflasche bis zum Gefechtsfahrzeug "Sandviper" – versorgt. In Libyen mussten die rot-weiß-roten Piloten Anfang 2011 einen völlig anderen Auftrag erfüllen: Als die Lage stündlich unstabiler wurde, evakuierte die “Hercules” am 21. Februar 62 Österreicher sowie Angehörige österreichischer Unternehmen. Die Transportmaschine der Österreichischen Luftstreitkräfte war übrigens das erste Flugzeug, das Ausländer aus Libyen ausflog und so noch vor der Eskalation der Lage aus der Gefahrenzone brachte.
Humanitäre Einsätze: Helfer in der Not
Vor allem nach der Anschaffung der drei Transportmaschinen vom Typ C-130 "Hercules" konnten sich die Luftstreitkräfte immer wieder auch bei humanitären Einsätzen in aller Welt bewähren. So konnten die "Herkys" zum Beispiel nach der Tsunami-Katastrophe in Ostasien oder nach dem Terroranschlag auf eine Schule im russischen Beslan dringend benötigte Hilfsgüter in kürzester Zeit in die betroffenen Gebiete bringen.
MEDEVAC-Einsätze: Das fliegende Spital
Erstklassig gerüstet sind die Profis des Bundesheeres auch für so genannte MEDEVAC-Aufgaben. Dabei handelt es sich um die Evakuierung Kranker oder Schwerverletzter aus Krisenregionen. Für diese heikle Aufgabe stehen Container mit medizinischer Top-Ausstattung für Intensiv- und Nichtintensivpatienten bereit – die so genannten MEDEVAC-Module. Diese fliegenden Spitäler werden von mindestens einem Notarzt und zwei Sanitätsunteroffizieren begleitet und können Patienten mit den bewährten C-130 “Hercules”-Transportflugzeugen schnell und sicher von jedem Punkt der Welt nach Österreich bringen.















